New York Quartett

Mit seinem Debüt Album „Be Here, Gone and Nowhere“ reflektierte der Kölner Posaunist seine Zeit in New York und lieferte im Frühjahr 2018 ein vielbeachtetes Debüt ab. Trumanns Kompositionen, geprägt von klarer Struktur und einer entspannten Gradlinigkeit, sind allesamt auf sein international besetztes Quartett zugeschnitten. Es ist dieses außergewöhnlich besetzte Ensemble, welches seine Musik so vollständig klingen lässt. In seinem New York Quartett bringt Trumann musikalische Weggefährten aus seiner Zeit in den USA zusammen. Bassist Drew Gress und Jochen Rueckert am Schlagzeug bilden das rhythmische Fundament, während Dierk Peters am Vibrafon und Janning Trumann die harmonische und melodische Ergänzung zu einem großen Ganzen darstellen.
 
Mit dem zweiten Album Emotional Reality beschreibt Trumann mit seinem Ensemble seine individuelle Einschätzung des tagtäglichen Umgangs miteinander und nimmt Bezug auf Scheinwelten, in die man zuweilen flüchtet. „Generell drücke ich in der Musik Gedanken und Gefühle über die Energie aus“, erklärt Trumann. „Was mich bei Emotional Reality beschäftigt ist unter anderem das Phänomen, die persönliche emotionale Realität in einer Kommunikationsblase zu pflegen. Nach einer Weile geht die Identifikation mit allgemeinen Werten zurück, gleichzeitig steigt die Tendenz zum Polarisieren.“
 
Das musikalische Ergebnis dieser Reflexionen ist ein zeitgenössischer Jazz, der zwischen Form und Ausbruch, zwischen Kontemplationen und kraftvollem Aufbegehren balanciert. Der charakteristische Sound der Band resultiert aus der spielerische Flexibilität und Ausdrucksstärke des Posaunisten und den facettenreichen Klangfarben aller Beteiligten.

Janning Trumann — trb